Almsommer: Auf Schritt und Tritt mit Krone & Co.

Im Sommer stehe ich immer besonders gerne auf. Nicht nur, weil es schon hell und warm ist, wenn ich mich auf den Weg zu meinen Heumilchkühen mache. Sondern vor allem, weil ich mich schon auf den sanften Klang der Kuhglocken freue, der mir den Weg durch den stillen Wald zu meinen Mädels weist.

Fragt ihr euch jetzt, ob die Grauviehdamen auf der Eggalm keinen gemütlichen Stall haben? Keine Sorge, natürlich haben sie den. Doch gerade wenn die Nächte warm und angenehm sind, schläft meine Herde gerne im Freien. Wenn dann am Morgen der Nebel im Wald und über den Almwiesen hängt, kommt es manchmal vor, dass ich Birke, Krone, Stern und die anderen suchen gehen muss. Irgendwann kommen sie dann ganz gemächlich angetrabt. Schaltet den Ton an, dann hört ihr selbst, wie beruhigend die Glocken klingen:

 

Saftige Snacks

Bei schönem Sommerwetter verbringen meine Grauviehdamen auch tagsüber gerne viel Zeit zwischen den schattigen, kühlen Bäumen. Sie wissen ganz genau, wo sie auch bei Hitze die saftigsten Gräser und Kräuter finden: An den Stellen der Weide, auf denen der Schnee zuletzt geschmolzen ist, ist das Gras besonders grün.

Rund um die Eggalm gibt es auch überall kleine Bäche und natürliche Rinnsale, aus denen sie frisches Wasser trinken können. Im Bild seht ihr Braunelle, die Mutter von unserer „Austrias Next Urgute Heumilchkuh“-Kandidatin Birke.

 

Immer gemeinsam unterwegs

Meine kleine Herde bleibt auch auf der Alm den ganzen Tag zusammen, Einzelgängerinnen gibt es keine. Wenn es kühl und regnerisch ist, liegen die Kühe gerne gemeinsam im gemütlichen Stall und machen nur kleine Spaziergänge.

Während die Mädels ihre Sommerfrische genießen, bereiten wir uns auf dem Kuchlerhof schon langsam auf die kalte Jahreszeit vor. Der zweite Schnitt der Mahd steht an. Schließlich soll meine kleine Herde auch im Winter urgutes Futter bekommen!

< zurück

Das könnte dir auch gefallen

1
Kuhwohl im Bregenzerwald: „Man braucht mehr Geduld, aber es zahlt sich aus“
Heumilchbauer Andreas

Kuhwohl im Bregenzerwald: „Man braucht mehr Geduld, aber es zahlt sich aus“

Erika Beer ist Heumilchbäuerin mit Leib und Seele. Als Gebietsbäuerin des mittleren und hinteren Bregenzerwaldes und Ortsbäuerin von Schnepfau nimmt sie neben der Arbeit im Familienbetrieb viele weitere Verpflichtungen wahr. Die Tiere stehen aber zu jeder Zeit an erster Stelle. Seit mittlerweile 10 Jahren setzt sie bei der Behandlung von Krankheiten auch auf pflanzliche Arzneimittel.
8
Alpleben: Arbeit, nur viel schöner
Heumilchbauer Andreas

Alpleben: Arbeit, nur viel schöner

Heumilchbäuerin Kathi träumt nicht vom Urlaub im sonnigen Süden. Bereits 19 Sommer verbrachte die 26-Jährige auf der Alpe. Es sei ein „ganz anderes Lebensgefühl“, auf das sie sich jedes Jahr schon im Frühjahr freut.
20
Kind sein am Heumilchbauernhof: „Meine Alexa ist eine Ziege“
Heumilchbauer Andreas

Kind sein am Heumilchbauernhof: „Meine Alexa ist eine Ziege“

Andreas und sein Bruder Maximilian wachsen am Klettnerhof im hinteren Zillertal auf. Dort leben neben Mama Bianca und Papa Stefan nicht nur „Austrias Next Urgute Heumilchkuh“ Emma und ihre Kolleginnen, sondern auch sechs Heumilch-Ziegen, ein Bock und acht Kitze. Eine Geiß, wie man in Tirol sagt, gehört Andreas ganz alleine.