Die Kuhwohl-Initiative sorgt für Tierwohl

Die kleinbäuerlichen Strukturen ermöglichen eine individuelle und persönliche Tierbetreuung. Und das ist wichtig – denn das Wohlbefinden der Tiere hat für unsere Heumilchbäuerinnen und Bauern den höchsten Stellenwert.

Mit der Heumilch Kuhwohl-Initiative wurden deswegen zusätzliche Maßnahmen im Heumilch-Regulativ festgelegt, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Die Kuhwohl-Initiative gilt selbstverständlich auch für Heumilchziegen und Heumilchschafe.

Artgemäße Fütterung

Kühe sind Wiederkäuer. Ihre natürliche Nahrungsgrundlage sind frische Gräser und Kräuter, die sie im Sommer auf den Wiesen, Weiden und Almen finden.

Im Winter bekommen Heumilchkühe dieses aroma- und artenreiche Futter in Form von Heu. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot, der aus Europa stammen muss und kontrolliert gentechnikfrei ist.

Vergorene Futtermittel wie Silage sind strengstens verboten.

Viel Auslauf und Bewegung

Die Bewegungsmöglichkeit ist für die Tiergesundheit von großer Bedeutung. Heumilchkühe sind im Laufstall oder Laufhof bzw. haben mindestens 120 Tage Auslauf oder Weide über das Jahr zur Verfügung.

Eine dauernde Anbindehaltung ist strikt verboten!

Persönliche Betreuung

Aufgrund der kleinbäuerlichen Strukturen kümmern sich unsere Heumilchbäuerinnen und Bauern um einen kleinen Tierbestand.

Sie kennen die Namen, Besonderheiten und Charakterzüge ihrer im Durchschnitt etwa 17 Kühe ganz genau.

Höchstleistung ist nicht gefragt

Heumilchkühe müssen keine Höchstleistung erbringen. Durch die artgemäße Fütterung ergibt sich eine durchschnittliche Milchleistung.

In der industrialisierten Landwirtschaft in Europa sind unter Einsatz enormer Mengen an Kraftfutter Milchmengen von bis zu 50 kg täglich erreichbar. Davon sind unsere Heumilchkühe weit entfernt. Durch die Einhaltung ihrer natürlichen Lebensweise geben sie etwa 18 kg Milch pro Tag.

Vielfalt an Rinderrassen

Unsere Heumilchbäuerinnen und Bauern setzen auf Rinderrassen, die perfekt an die Anforderungen der Heuwirtschaft angepasst sind. Sie halten gesunde und widerstandsfähige Tiere, die sich auch bis in hohe Almlagen hervorragend zurechtfinden. So sind Braunvieh, Grauvieh, Original Pinzgauer und viele weitere Rassen auf den Höfen der Heumilchbäuerinnen und Bauern zu sehen.

Ausreichend Platz im Stall

Da Kühe die Hälfte des Tages mit Ruhen und Liegen verbringen, sorgen die Heumilchbäuerinnen und Bauern für einen großzügigen Liegeplatz sowie ausreichend Frischluft im Stall.

Kuhkomfort durch Kratzbürsten

Auf vielen Höfen bringen Kratzbürsten im Laufstall oder auf der Bewegungsfläche den bestmöglichen Kuhkomfort.

Frisches Wasser

Kühe benötigen bis zu 120 Liter Wasser pro Tag. Frisches Wasser wird auf der Weide oder im Stall in ausreichendem Maß und gut erreichbar zur Verfügung gestellt.

Tiergesundheit

Mit professioneller Beratung durch Tierärzte wird bei regelmäßigen Kontrollen vorbeugend das Wohlergehen der Heumilchkühe überprüft.