Erfreuliche Bilanz für die ARGE Heumilch

Erfreuliche Bilanz für die ARGE Heumilch

Im Vorjahr wurden 510 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet – Umsatz der Heumilch stieg um 5,4 Prozent und liegt damit deutlich über dem Gesamtmarkt – umfassendes Vermarktungspaket für 2020: Die Bandbreite reicht von klassischen Maßnahmen bis zur Foodpairing-Fibel „Heumilchkäse und seine Freunde“ – Themenschwerpunkte liegen auf Tierwohl und Nachhaltigkeit

2019 wurden in Österreich 510 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der Heumilchzuschlag betrug zwischen fünf bis sieben Cent je Kilogramm. „Damit konnte für unsere Bauern ein Mehrwert von rund 26 Millionen Euro geschaffen werden“, sagte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. Der Umsatz von Heumilch stieg im österreichischen Lebensmittelhandel im abgelaufenen Jahr um 5,4 Prozent auf rund 105 Millionen Euro. Damit liegt die Heumilch deutlich über dem Gesamtmarkt, der beim Umsatz 0,4 Prozent dazugewinnen konnte.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenbogen wird ausgebaut
Mittlerweile werden über 60 Prozent der österreichischen Heumilch und Heumilchkäsespezialitäten ins Ausland geliefert, der wichtigste Exportmarkt ist Deutschland. Um Heumilch noch erfolgreicher vermarkten zu können, wurde 2019 eine Kooperation mit Heumilchproduzenten aus dem Allgäu geschlossen. „Unser Ziel ist es, mit einem einheitlichen Auftritt die Kräfte zu bündeln, gemeinsam die Vorteile der Heuwirtschaft zu kommunizieren und Heumilch noch bekannter zu machen“, erläutert Neuhofer.

Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit werde zudem der Standard von Heumilch und ihren Produkten außerhalb von Österreich gehoben. Denn sämtliche Mitglieder der ARGE Heumilch verpflichten sich, über die Richtlinien von „Heumilch g.t.S.“ hinaus zu arbeiten. „Heumilchbauern und -verarbeiter, die der ARGE Heumilch angehören, halten sich neben den EU-weit vorgegebenen Richtlinien zur Heuwirtschaft zusätzlich an das strenge österreichische Heumilch-Regulativ“, erklärt Geschäftsführerin Christiane Mösl. Das beinhaltet neben der artgerechten Fütterung am gesamten Betrieb unter anderem, dass alle Produkte aus Heumilch Tierwohlrichtlinien erfüllen müssen. „Unsere Mitglieder verpflichten sich freiwillig, unsere Heumilch-Kuhwohl-Initiative umzusetzen“, führt Mösl aus. Dazu gehören tierfreundliche Maßnahmen wie das Verbot einer dauernden Anbindehaltung und die verpflichtende Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst, der regelmäßige Untersuchungen der Tiere garantiert. „Wir sind die Vorreiter für das Qualitätsprodukt Heumilch. Um das zu bleiben, entwickeln wir unser Regulativ und damit den Standard für unser wertvolles Produkt laufend weiter.“

Themenschwerpunkte „Nachhaltigkeit“ und „Tierwohl“
Um die Konsumenten und Konsumentinnen auch 2020 umfassend über Heumilch und Heumilchprodukte zu informieren, hat die ARGE ein umfangreiches Paket geschnürt: Die Bandbreite reicht von klassischen Maßnahmen in Print, Online, Social Media und TV über ein neues Kinderbuch bis zur Fibel „Heumilchkäse und seine Freunde“, die das Thema „Foodpairing“ verständlich erklärt und spannende Kombinationen aufzeigt.

Außerdem stehen 2020 die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Tierwohl“ im Fokus. So arbeitet die ARGE Heumilch aktuell an einer Nachhaltigkeitsstudie mit wissenschaftlicher Begleitung, die im Herbst gemeinsam mit der neuen Kampagne vorgestellt wird.

Für Tierwohl setzt sich die ARGE Heumilch seit jeher ein. Durch die „Heumilch-Kuhwohl-Initiative“, die 2018 initiiert wurde, erfahren Konsumenten aus erster Hand, welche tierfreundlichen Maßnahmen Heumilchbauern tagtäglich für ihre Tiere durchführen. Sie wird auch heuer stark kommuniziert werden. Christiane Mösl: „Kritische Konsumenten suchen laufend nach nachhaltigen, hochqualitativen und regionalen Produkten. Sie wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und erkundigen sich nach dem Wohlergehen der Tiere. Diese Kundenwünsche können die Heumilchbauern erfüllen.“

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