Es blüht und summt auf den Wiesen

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Es ist eine Freud´ zum Zuschauen: Anders kann man nicht beschreiben, was im Moment auf den Wiesen rund um unseren Hof passiert. In der warmen Frühlingssonne wachsen und gedeihen die unterschiedlichsten Gräser und Kräuter, die nicht nur fürs Auge, sondern auch für meine Grauvieh-Mädels ein wahrer Genuss sind!

Kunterbunte Farbenpracht

Rot, gelb und weiß leuchten Wiesenklee, Löwenzahn, Schafgarbe, Johanniskraut, Arnika und Frauenmantel im satten Grün der Weiden. Während meine Familie und ich uns vor allem über die schönen Farben freuen, ist der Frühling für unsere Heumilchkühe vor allem ein Fest für den Magen.

Damit wir diesen Artenreichtum von Gräsern und Kräutern auf unseren Wiesen beibehalten können, warten wir mit dem Mähen, bis die meisten Pflanzen in voller Blüte stehen. Über das abwechslungsreiche Menü freuen sich unsere Heumilchkühe natürlich besonders. Mehr über die verschiedenen Pflanzen auf unseren heimischen Wiesen gibt es hier zum Nachlesen.

Blühwiese_Heumilchwiese

Lebensraum für Tiere

Aber nicht nur unsere Heumilchkühe fühlen sich auf den Almwiesen wohl. Neben unzähligen Bienen, die zwischen den Gräsern von Blüte zu Blüte fliegen, haben wir schon Hirschkäfer, und hin und wieder auch Wildhasen und Füchse im hohen Gras gesichtet. Auf welche besondere Weise wir Heumilchbauern den Lebensraum Wiese bewirtschaften, lest ihr im Artikel Das Mäh-Mosaik: Wie Heuwirtschaft zum Artenreichtum beiträgt

Gestaffelte_Mahd

Hausmittel von der Wiese

Besonders gerne fressen Stern, Krone und Co. Rot- und Weißklee, aber auch den gelbgrünen Frauenmantel. Auf den fächrigen Blättern des Frauenmantels sammelt sich am Morgen besonders viel Tau, der ihn zu einem erfrischenden Snack macht. Aber auch Kräuter, die gut für Mensch und Tier sind stehen auf dem Speiseplan der Heumilchdamen. Auf unseren Wiesen wächst beispielsweise Schafgarbe, die krampflösend, antientzündlich und appetitanregend wirkt.

Meine Frau Carolin bereitet im Sommer, wenn die Schafgarbe in voller Blüte steht, gerne Tee daraus zu. Am öftesten verwenden wir aber das gelb blühende Johanniskraut, aus dem sich sehr einfach ein Öl herstellen lässt.

Das Öl kann im täglichen Leben vielseitig eingesetzt werden, z.B. bei Sonnenbrand oder entzündeter Haut. Sehr oft kommt es bei uns aber im Stall zum Einsatz: Nichts wirkt besser und natürlicher bei kleinen Euter- oder Zitzenverletzungen als Johanniskrautöl.

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