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Die Ringelblume ist eine der ältesten Gartenpflanzen und begeistert mit ihrer kräftigen Farbe, die bis in den Herbst für bunte Akzente im Beet und auf den Wiesen sorgt. Darüber hinaus hat die Pflanze auch als Heilpflanze eine lange Tradition.

Lateinischer Name: Calendula officinalis

Weitere Namen: Butterblume, Totenblume, Monatsblume

Familie: Korbblütler

Saison: Juni – Oktober

Merkmale: Orange bis gelbe Blütenblätter, öliges Gefühl beim Pflücken auf den Fingern. Ähnlich dem Gänseblümchen sind die Blüten Wetteranzeiger, da auch sie heliotrop, die Blütenköpfe richten sich nach dem Stand der Sonne. Daher ist das Ansehen der Ringelblume bei Landwirten hoch im Kurs, hilft sie doch, das Wetter vorzeitig zu bestimmen. Sind die Blütenköpfe am Morgen bis 7:00 Uhr geschlossen, so wird es am gleichen Tag noch Regen geben – habe es bei meinen Ringelblumen im Garten beobachtet und es stimmt! =)

Vorkommen: Überall,  wo es viel Sonne gibt. An vollsonnigen Standorten ist die Blüte der Ringelblumen am intensivsten. Der Boden sollte leicht lehmig und nicht zu feucht sein.

Eigenschaften: Wundheilend, antiseptisch, entzündungshemmend, blutreinigend, krampflösend, menstruationsregulierend, schweißtreibend

Verwendbare Teile: Blüte, Stängel, Blätter

Magische Bedeutung: Falls sich ein Mann bei einem Mädchen beliebt machen möchte, dann sollte er eine Ringelblumenwurzel in einem violetten Taschentuch bei sich tragen. Genauso wie das Gänseblümchen oder Margeriten wird auch die Ringelblume gerne zum Abzählen für die Frage „Er liebt mich, er liebt mich nicht.“ Das Abpflücken der Blumen soll allerdings Gewitter heraufbeschwören.

Verwendung in der Küche und im täglichen Leben: Ringelblumenblüten sind in sehr vielen Kräutertees enthalten. Sie kommt vor allem in Kräuterteemischungen vor, die gegen Menstruationsschmerzen, Gallenprobleme, Magenschmerzen, Darmstörungen helfen und unterstützt auch bei Entgiftungskuren. Sie unterstützen Wirkung von anderen Kräutern.
Am bekanntesten ist die Ringelblume in der äußeren Anwendung in Form eines Öles oder einer Heilsalbe.
Die gelben bis orangefarbenen Blütenblätter enthalten die meisten Inhaltsstoffe. Sie können frisch oder auch getrocknet zu jeder Jahreszeit in der Küche verwendet werden.

Bei uns hat sie wird sie sehr gerne dazu eingesetzt, Butterbrote oder Salate ein bisschen bunt aufzupeppen. Wie zum Beispiel den Beilagensalat zu den Heumilch-Käseröllchen. Hier geht es übrigens zum Rezept dazu.

Heumilch_Ringelblume_Salat

Ringelblumentee – zur Entschlackung
Aller Anfang ist schwer, wenn man sich zu einer Entgiftungskur durchringt. Warum kann das denn nicht einfach so bunt wie möglich gestaltet werden? Die Natur gibt uns da viele Vorlagen, die wir während einer Kur nutzen können. Da macht es doch gleich viel mehr Spaß.
2 Teelöffel Ringelblumenblüten mit ¼ l heißem Wasser übergießen und für 10 Minuten durchziehen lassen. Gerade zu Beginn der Kur sind 3 Tassen am Tag ideal.

Ich verwende die Ringelblume sehr viel bei mir am Hof. Falls die Kühe kleine offene Hautstellen haben oder sich bei ihrem Weidegang verletzen, dann schmiere ich sie mit einer Ringelblumensalbe ein.

Hierfür verwende ich folgendes Rezept für Ringelblumensalbe:

Sammle 2 Hände voll Ringelblumen. Gib dies in ein sauberes Glasgefäß. Leere nun so viel Olivenöl darüber, bis die Blütenköpfe komplett verdeckt sind. Stelle das Glasgefäß vorsichtig in ein Wasserbad und erwärme das Öl für 2 Stunden bei niedriger Temperatur. Seihe nun das Öl ab. Das Öl wird im Wasserbad warmgehalten. Gib nun 24 g Bienenwachs zum Öl dazu und erwärme alles so lange, bis das Wachs geschmolzen ist. Das warme Öl vorsichtig in ein sauberes Gefäß abfüllen und luftdicht verschließen. Zur äußeren Anwendung!

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