Optimistischer Blick nach vorn: Heumilch setzt Wachstumskurs erfolgreich fort
2025 wurden 532 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der Umsatz stieg um sechs Prozent und lag damit deutlich über der Entwicklung des Gesamtmarktes. Auch 2026 setzt die ARGE Heumilch auf eine umfassende Kommunikationsstrategie, bei der die Käsespezialitäten im Fokus stehen.
Wien, 24. Februar 2026 – Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 532 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der Bio-Anteil legte um zwei Prozentpunkte zu und liegt nun bei 40 Prozent. Auch wirtschaftlich setzte sich der positive Trend fort. Der Umsatz mit Heumilchprodukten im heimischen Lebensmittelhandel stieg um sechs Prozent auf rund 179 Millionen Euro. Damit entwickelte sich Heumilch deutlich dynamischer als der Gesamtmarkt, der ein Umsatzplus von 3,6 Prozent verzeichnete. Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamte Menge zu 100 Prozent vermarktet. „Der durchschnittliche Heumilchzuschlag betrug rund 4,5 Cent je Kilogramm. Dadurch konnte für unsere Bäuerinnen und Bauern ein Mehrwert von 23 Millionen Euro erwirtschaftet werden“, bilanzierte ARGE Heumilch-Obmann Karl Neuhofer.
Besonders stark präsentierte sich die Kategorie Käse. Die Produktionsmenge stieg um 6,2 Prozent, wertmäßig legte das Segment sogar um 11,6 Prozent zu. „Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Vermarktungsoffensive greift und die konsequente Qualitätsarbeit unserer Bäuerinnen und Bauern sowie der Verarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette Wirkung zeigt“, betonte Geschäftsführerin Christiane Mösl. Der Exportanteil lag im vergangenen Jahr bei rund 60 Prozent, wichtigster Auslandsmarkt bleibt Deutschland. Auch die Markenbekanntheit unterstreicht die starke Marktposition: In Österreich liegt sie bei über 90 Prozent, in Deutschland ist Heumilch mittlerweile jedem Zweiten ein Begriff.
Heumilch als stabiles Zukunftsmodell
Der Optimismus in der Branche und die langfristige Perspektive werden durch die im Vorjahr präsentierte Zukunftsstudie bestätigt. 95 Prozent der Betriebe planen, auch 2030 weiterhin Heumilch zu erzeugen, ein Großteil aus innerer Überzeugung. Sie schätzen die nachhaltige Produktionsform der Heuwirtschaft und sind besonders stolz auf die ausgezeichnete Qualität ihrer Produkte. „Die wirtschaftlichen Kennzahlen und die hohe Identifikation unserer Mitgliedsbetriebe zeigen klar: Die Heuwirtschaft ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein tragfähiges und zukunftsfähiges Modell. Die Bereitschaft, diesen Weg konsequent weiterzugehen, stimmt uns für die kommenden Jahre sehr positiv“, betont Karl Neuhofer.
Auch die Zahl der Umsteiger spricht für die Attraktivität des Systems. Der Anteil jener Betriebe, die von konventioneller Milchproduktion auf Heuwirtschaft umgestellt haben, hat sich in den vergangenen neun Jahren von vier auf zwölf Prozent verdreifacht. Drei Viertel berichten von einer verbesserten Gesundheit ihrer Tiere.
Kommunikationsoffensive 2026: Fokus auf Käsekompetenz
Christiane Mösl hebt hervor: „Die Anerkennung unserer Arbeit von außen sowie die optimistische Stimmung unter den Mitgliedsbetrieben bestärken uns in unserer Herangehensweise. Das Ziel unserer Maßnahmen ist es, den Absatz von Heumilch-Käse im kommenden Jahr weiterhin zu stärken. 85 Prozent der Heumilch werden nämlich zu Käse verarbeitet.“ Diese umfassen einen österreichweiten Mix aus TV, Print, Online, Out-of-Home und Radio im Frühjahr und im Herbst. Zusätzlich zu bewährten Formaten wie Out-of-Home, Print und Online erweitert die ARGE Heumilch in Deutschland ihre Kommunikationsmaßnahmen durch den Einsatz neuer Kanäle wie Kino und Streaming-TV.