Studien beweisen es und auch wir haben an dieser Stelle schon darüber berichtet: Heuwirtschaft schont durch ihre mosaikartige Bewirtschaftung die Biodiversität. Positiv für Artenvielfalt und Betrieb wirkt sich aber auch ein Anheben der Schnitthöhe aus.

Die Problematik des Insektensterbens durch die Mahd ist vielen Heumilchbäuerinnen und Bauern durchaus bewusst und sie möchten das gerne verringern. Dazu braucht es aber Informationen, welche Maßnahmen im Betrieb sinnvoll sind.

Schnitthöhe anheben

Ganz entscheidend ist ein Anheben der Schnitthöhe von mindestens 7 bis 9 cm. Die Umweltvorteile liegen dabei auf der Hand. Denn nicht nur der pflanzliche Nachwuchs profitiert von einer höheren Schnitthöhe, sondern auch die Überlebensrate der Insekten steigt mit jedem Zentimeter, der höher gemäht wird.

Was auf den ersten Blick dem Ertrag entgegensteht, ist langfristig betrachtet auch aus betrieblicher Sicht sinnvoll. Denn mittelfristig steigen sogar die Ernteerträge und bringen noch weitere Vorteile:

  • Weniger Erdverschmutzung im Heu
  • Bessere Tiergesundheit durch höhere Futterqualität
  • Besserer Aufwuchs, dadurch höhere Ernteerträge sowie mehr Artenvielfalt
  • Weniger Maschinenverschleiß durch Bodenunebenheiten
  • Geringeres Erosionsrisiko zum Beispiel bei Starkregenereignissen

Alles in allem lohnt sich eine Schnitthöhe von mindestens 7 bis 9 cm also nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für den Heumilchbetrieb.

Schnitthöhe anheben