Schlangen-Knöterich
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  • Lateinischer Name
    Persicaria bistorta
  • Persica
    lat. Pfirsich, Bezeichnung aufgrund der im Vergleich ähnlichen Blattform
  • bis
    lat. zweimal
  • tortus
    lat. gewunden, nach dem schlangenförmig gedrehten Rhizom
  • Familie
    Knöterichgewächse/Polygonaceae
  • Futtertyp
    Kräuter
  • Hauptblütezeit
    Mai-Aug

Beschreibung: Der Schlangen-Knöterich ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 100 cm. Die unverzweigten Stängel entspringen einem kräftigen, (schlangenartig) gewundenen Wurzelstock. Die Grundblätter sind bis 20 cm lang und lang gestielt. Die Basis der länglich-eiförmigen Grundblätter ist abgestutzt und läuft dann als etwas welliger Flügelsaum den Blattstiel entlang. Die Stängelblätter werden nach oben zunehmend kleiner und weisen einen herzförmigen Blattgrund auf. Die 4 – 5 mm langen, meist rosa Blüten sind zu dichten, endständigen Scheinähren zusammengefasst. Die Früchte sind kleine, 4 – 5 mm lange, stark dreikantige Nüsschen, die von der Blütenhülle umschlossen bleiben.

Vorkommen: Der Schlangen-Knöterich zählt zu den typischen Arten feuchter, nährstoffreicher (Fett-)Wiesen von den tiefsten Lagen bis in den Bereich der Waldgrenze. Besonders in basen- und nährstoffreichen Nasswiesen kommt der Schlangen-Knöterich zur Massenentfaltung.

Wirkung: Er gilt einerseits als gute Futterpflanze, andererseits werden die nektarreichen Blüten reichlich von Bienen und anderen Insekten besucht. Junge Blätter und Stängel können als spinatähnliches Wildgemüse verwendet werden. Der Wurzelstock hat vor allem in der Volksmedizin Verwendung gefunden, z. B. als Mittel gegen Schlangenbisse. Grund dafür dürfte wohl der schlangenartig gewundene Wurzelstock sein (Signaturenlehre). Heute findet der Wurzelstock noch gelegentlich Anwendung bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.