Rezept für Carolin’s Johanniskrautöl

Ende Juni sieht man sie auf jeder Almwiese: Die leuchtend-gelben Blätter des Johanniskrautes. Andreas‘ Frau Carolin weiß, wie man die vielseitige Heilpflanze nützen kann und hat uns ihr persönliches Rezept für Johanniskrautöl verraten.

Zutaten:

  • Ausreichend Blüten des Johanniskrauts für die gewünschte Menge an Öl (schneide dafür am besten die obere Hälfte der Pflanze mit einer Schere ab)
  • Olivenöl
  • Ein sauberes, durchsichtiges Schraubglas
  • Ein dunkles Schraubglas zur Lagerung

Anleitung:

Streife zuerst die Blüten und Blätter von den Stängeln ab und befülle damit das Schraubglas. Das Glas sollte locker gefüllt sein. Du musst das Kraut nicht zusammenpressen. Gieße nun soviel Öl in das Glas, bis alle Blüten und Blätter bedeckt sind.

Jetzt brauchst du etwas Geduld: Lass‘ das Öl fünf bis sechs Wochen an einem warmen und sonnigen Ort stehen und schüttle es ab und zu. Nach dieser Zeit kannst du das Öl, das mittlerweile eine rote Farbe angenommen hat, abseihen und in ein dunkles Schraubglas umfüllen. Das Johanniskrautöl ist bei dunkler und kühler Lagerung (z.B. im Küchenschrank) lange haltbar.

Anwendung:

Johanniskrautöl wirkt lindernd und ausgleichend bei gereizter und entzündeter Haut, z.B. bei Insektenstichen und kann auch bei Akne helfen entzündete Pusteln schneller abheilen zu lassen. Gerne wird es auch bei Neurodermitis verwendet um Symptome wie Jucken, Schuppen und trockene Haut zu lindern oder gegen Sonnenbrand.

Johanniskrautöl hat eine entspannende und wärmeerzeugende Wirkung und wird daher gerne als Massageöl verwendet um Verspannungen zu lösen. Kalten Füßen und bei Bauchschmerzen profitieren ebenfalls vom Wärmeeffekt des Johanniskrautöls.

Die Haut reagiert bei der Anwendung von Johanniskrautöl lichtempfindlicher weshalb man auf ausgiebige Sonnenbäder verzichten sollte.

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