Goldener Herbst: Das passiert gerade am Kuchlerhof

Wer hier regelmäßig vorbei schaut, hat es wahrscheinlich bemerkt: In den letzten Wochen war es auf meiner Blogseite ein bisschen ruhig. Warum wohl, fragt ihr euch vielleicht. Was machen Heumilchbauern denn im Herbst?

Wenn meine Grauvieh-Mädels wieder zuhause am Hof sind und sich die Gräser auf den umliegenden Weiden schmecken lassen, kehrt bei meiner Familie und mir noch keine Ruhe ein. Auf der Alm ist nämlich noch Einiges zu tun: Nach dem langen Sommer muss nicht nur im Haus aufgeräumt werden, auch die Wiesen und Weiden brauchen Pflege. Wir legen die Zäune nieder, bevor der Schnee kommt, und bereiten die Grünflächen auf den nächsten Frühling vor.

Mist mit Mehrwert

Als Heumilchbauer nutze ich dafür traditionell den Mist der Kühe als natürliches Düngemittel. Das ist biologisch und nachhaltig – und eine ziemlich mühselige Arbeit.

 

Wie ihr auf den Bildern seht, tragen meine Frau Carolin und ich die Kuhfladen erst zusammen, um sie dann mit dem kleinen Traktor, dem „Muli“, gleichmäßig über die Wiesen zu streuen. Dabei braucht es gute Nerven, denn die Hänge sind teilweise ziemlich steil. Und auch der Traktor muss nachher ordentlich geputzt werden!

Aber ich will mich nicht beklagen: Früher wurde der „Mulch“, also der Mist, noch auf dem Rücken der Kühe transportiert und mit der Hand verteilt. Da ist mir die heutige Methode eindeutig lieber.

Unser Heuzimmer

Zuhause bin ich nach getaner Arbeit dann besonders gern. Erstens ist der Blick ins Tal bei diesem tollen Herbstwetter unglaublich schön. Zweitens duftet es im Stall einfach herrlich. Wenn sich Krone, Stern und die anderen Damen am Abend zur Ruhe legen, werfe ich nochmal einen Blick in unser Heuzimmer, das bis unters Dach mit getrockneten Gräsern und Kräutern gefüllt ist.

Die Arbeit des gesamten Sommers türmt sich auf und wird gerade reichen, um meine Mädels in den nächsten Monaten mit duftendem Heu zu versorgen. Das ist es wert. Der Winter kann kommen.

< zurück

Das könnte dir auch gefallen

16
Eine Auszeit auf der Alp: Heumilchbotschafterin Lena über das kleine Glück am großen Berg
Heumilchbauer Andreas

Eine Auszeit auf der Alp: Heumilchbotschafterin Lena über das kleine Glück am großen Berg

Die 24-jährige Heumilchbotschafterin Lena aus Leutkirch im Allgäu verbringt bereits den dritten Sommer in Folge auf einer Alpe in der Schweiz. Fünf Monate lang arbeitet sie dort täglich mindestens sieben Stunden im Stall, auf den Weiden und Feldern. Die Freude ist groß, denn „diese Arbeit ist nicht nur sinnvoll und stimmig, sie macht auch unglaublich zufrieden“, erzählt die junge Frau.
8
Heumilch Kräuterkunde #3: Gänseblümchen
Heumilchbauer Andreas

Heumilch Kräuterkunde #3: Gänseblümchen

Jeder kennt es und meist ist es die erste (für manche auch die einzige ;-) ) Blume, die man lernt: das Gänseblümchen. Das sich hinter dieser Pflanze aber weitaus mehr verbirgt, zeigt uns Heumilchbotschafterin Kathi in unserem neuen Beitrag Heumilch-Kräuterkunde.
4
Heumilch Kräuterkunde #2: Zaunwicke
Heumilchbauer Andreas

Heumilch Kräuterkunde #2: Zaunwicke

Langsam, aber sicher schüttelt sie ihren Ruf ein ungeliebtes Unkraut zu sein ab: Die Zaunwicke. Unsere Heumilchbäuerin Kathi erklärt uns in der zweiten Ausgabe der Heumilchkräuterkunde, was sie an dieser Pflanze so schätzt