Aus dem Heumilch-Gewinnspiel: Nachhaltige und umweltfreundliche Ideen für den Frühjahrsputz!

Im Einklang mit der Natur und dem Lauf der Jahreszeiten: Unsere Heumilchbauern leben mit ihrer traditionellen Wirtschaftsweise ressourcenschonend und nachhaltig. Aber wie integriert man altes Wissen in unseren modernen Alltag, um die Umwelt zu schonen? Die Heumilch-Community hat eine Reihe toller Ideen mit uns geteilt, wie Sauberkeit im Haushalt ökologisch und nachhaltig gelingen kann. Warum also nicht beim traditionelle Frühjahrsputz auf natürliche Putzmittel zurückgreifen, die wir bereits zu Hause haben?

Tipp #1: Fensterputzen mit Zeitungspapier oder Brennnesseln

„Meine Oma hat schon mit Zeitungspapier die Fenster geputzt und so hab ich es auch übernommen“ schreibt Romana Tropper. Auch Annica Prassek verrät uns ihren Geheimtipp, um verschmutzte Fenster natürlich zu säubern: „Mit Brennnesselsud werden die Scheiben wieder strahlend rein, da die Kieselsäure der Nesseln Schmutz ganz natürlich entfernt. Dafür einfach Handschuhe anziehen (!), die Brennnessel grob zerkleinern und in warmem Wasser einige Minuten ziehen lassen. Dann reibt man die Scheiben mit den Büscheln ein und poliert nach. Fertig!“ Toller Nebeneffekt: Wer Brennnessel im Garten jätet, kann das Unkraut sinnvoll weiterverwenden und Putzmittel sparen.

Foto: Romana Tropper

Foto: Gabriele Schön

Tipp #2: Putzmittel mit Backpulver, Natron oder Soda

Die Triebmittel Backpulver, Natron und Co. machen nicht nur Kuchen und Brot wunderbar locker, sie können auch beim Putzen vielfältig eingesetzt werden. Mit einer einfachen Mischung aus Backpulver und Wasser wird die Dusche von Kalkrückständen und Flecken befreit, schreibt uns Gabriele Schön.

Anna Bernsteiner mischt aus Soda, Natron, Kernseife und Wasser ihr eigenes Putzmittel. Wenn der Abfluss verstopft ist, hilft eine Spülung mit Natron, Essig und heißem Wasser ganz natürlich.

Tipp #3: Putzlappen und Schürzen aus alten Stoffen

Bei einem ausgedehnten Frühjahrsputz wird meist nicht nur viel Putzmittel verbraucht, es fallen auch zahlreiche Schwämmchen, Lappen und Schutzbekleidung an. Anika Cremer weiß Rat: „Ich nähe meine Putzlappen und Outfits für den Frühjahrsputz aus alten oder kaputten Tischdecken, Handtüchern und Geschirrtüchern selbst. Damit lässt es sich prima putzen und man muss nicht so viel wegwerfen und neu kaufen.“

Foto: Anika Cremer

Tipp #4: Reinigen mit Zitrone, Orange, Essig und mehr

Zitrusfrüchte enthalten nicht nur Vitamine, ihre Fruchtsäure löst auch Schmutz und Kalk. Ingrid Koller setzt aus Orangenscheiben und Essig einen natürlichen Universalreiniger an. Bei der Reinigung des Backofens vertraut Doris Frank auf die Kraft der Zitrone: „Einfach den Saft einer Zitrone auspressen und mit etwas Wasser in einer Schüssel auf das unterste Backblech stellen. Bei ca. 120 Grad Umluft verdampft die Flüssigkeit und löst eingebrannte Reste, die nach dem Abkühlen einfach mit einem Tuch entfernt werden können. Zusatztipp: Die ausgepressten Zitronenschalen vertreiben schlechte Gerüche aus dem Geschirrspüler!“

Eine ähnliche Wirkung hat Essig. Am besten nutzt man mildere Sorten wie Apfelessig, deren Geruch nach dem Putzen rasch wieder verfliegt. Herta Filz nutzt das desinfizierende Hausmittel zum Entkalken und putzt damit auch Fenster und Armaturen. Bei Romana Tropper wird Leitungswasser mit einem Schuss Apfelessig zum natürlichen Bodenreiniger!

Björn Brunner behandelt hartnäckige Verkalkungen mit Kartoffeln. Sein wichtigster Tipp lautet jedoch: Vorbeugen statt Nachputzen! Wer nach dem Duschen jedes Mal die Duschkabine und Fliesen abzieht und auch die Armaturen abtrocknet, beugt Kalkflecken vor und verringert die Feuchtigkeit im Bad, die im Lauf der Zeit zu Schimmelbildung führen kann.

Tipp #5: Tee & Co. sorgen für Glanz und lassen Kratzer verschwinden

Nicht nur die Fenster, auch der Boden soll sauber strahlen? Renate Prewarek mischt gelegentlich eine große Tasse Schwarztee in das Putzwasser – diese Pflege bringt Parkettböden zum glänzen! Eva Behrends rubbelt mit einer Walnuss (ohne Schale) kleine Kratzer auf Holz einfach weg.  Schneeränder auf Schuhen und Matten lassen sich mit einer halben Zwiebel rückstandslos entfernen.

Tipp #6: Gießen und Düngen mit Resten aus der Küche

Was in der Küche übrig bleibt, kann oft noch verwertet werden: Die besten Tipps und tolle Rezepte, um restlos köstlich zu kochen, haben wir in unserem neuen Rezeptheft zur Zero Waste Küche gesammelt. Unsere Community hat aber noch weitere Ideen auf Lager: Elisabeth Eßl verwendet Eierschalen als Dünger und führt Komposterde wieder dem Garten zu. Herta Filz gießt ihre Blumen mit nährstoffreichem Kartoffelwasser. Beide Damen sparen auch nebenbei Wasser: Kondenswasser aus dem Trockner wird zum Gießen verwendet, und das anfangs kalte Wasser in der Dusche wird gesammelt und später zum Kochen oder für den Abwasch eingesetzt.

Weitere Tipps zum nachhaltigen Putzen und Haushalten:

  • Marmeladen- oder Joghurtgläser ausspülen und weiterverwenden
  • Wäsche an der frischen Luft trocknen
  • Stumpfe Gläser? Nach einer Viertelstunde in warmem Salzwasser glänzen sie wieder!
  • Altes Silber kann man mit Zahnpasta oder Salz, Alufolie und Wasser zum Glänzen bringen.

Die Tipps dieses Beitrags wurden im Rahmen eines Gewinnspiels auf Facebook gesammelt. Du möchtest auf dem Laufenden bleiben und bei der nächsten Aktion deine Ideen mit uns teilen? Dann folge uns auf Facebook und Instagram!

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